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MAKRO

 

Das Thema der Vergänglichkeit beschäftigt die Menschen seit jeher. Es gibt nur wenige Dinge über die wir so wenig Macht haben, wie jene, die Hand in Hand mit dem Verrinnen der Zeit gehen. Es sind die Dinge, die wir nicht steuern können, wovor wir am meisten Angst haben, auf die wir trotz fortschrittlicher, wissenschaftlicher Erkenntnisse und Techniken nur marginal Einfluss nehmen können.

Die Aufnahmen entstanden mittels Kameratricks wie Zeitrafferaufnahmen und Makrofotografie diverser Nahrungs- und Hausmittel. Ich beobachtete und dokumentierte dabei die chemischen Reaktionen der verschiedenen Materialien und Substanzen, die sich abstießen, vermischten oder verfärbten und konnte so Mischungsverhältnisse erproben und beliebig wiederholen. Die Reaktionen unterschieden sich in Farbigkeit, Konsistenz, Art der Bewegung wie auch der Fließgeschwindigkeit und erinnerten dabei stark an medizinische Aufnahmen und spielen vor allem mit deren Täuschungspotential. So erweckt beispielsweise die Aufnahme eine eingelegte Paprikaschote in einem Gemisch aus Ammoniak und verschieden Ölen beim Betrachter den Eindruck sich im Herzinneren wiederzufinden. Seit Anfang 2020 führe ich die filmischen Studien fort und entwickle sie weiter, indem ich sie in eine collagenhafte Form übertrage und sie unter Aspekten der Farb-Formwirkung und ihres Irritaionspotenzials genauer untersuche.

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